FAQ

FAQ

Der Name elfe steht für “Essener Labor für experimentelle Wirtschaftsforschung”. Das Labor wurde im Januar 2009 mit einem Vortrag des Nobelpreisträgers Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Reinhard Selten feierlich eröffnet und steht seitdem Forschern der Universität Duisburg-Essen ebenso wie Gastwissenschaftlern für ihre Arbeiten zur Verfügung. Bisher haben über 200 Experimente aus verschiedenen Projekten im elfe stattgefunden. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den ersten Projekten sind bereits in verschiedenen internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht worden.

Das Labor ist eines der weltweit am besten ausgestatteten Experimentallabore zur Erforschung von wirtschaftlicher Interaktion und Kommunikation. Es umfasst derzeit 25 moderne Computerarbeitsplätze einschließlich 12 schallisolierter Kabinen, die über ein Video- und Audiokonferenzsystem miteinander verbunden sind. Damit ist es möglich, die Wirkung verschiedener Arten von Kommunikation auf das ökonomische Entscheidungsverhalten unter kontrollierten Bedingungen zu analysieren.

Wie entscheiden Menschen in sozialen Dilemmata und welche Rolle spielt Kommunikation dabei? Wie lassen sich Internetauktionen oder Märkte für Emissionsrechte gestalten? Fragen wie diese versucht die experimentelle Wirtschaftsforschung zu beantworten. Dabei werden die individuellen Entscheidungen unter kontrollierten Bedingungen beobachtet – meist in einem Labor wie elfe. So können einerseits bestehende ökonomische Theorien überprüft werden und andererseits neue ökonomische Verhaltensmodelle entwickelt werden, die auf Ergebnissen der experimentellen Forschung basieren.

Die experimentelle Wirtschaftsforschung hat ihren Ursprung in den frühen 1960er Jahren. Geprägt wurde sie vor allem von Wissenschaftlern in Deutschland und den USA. Inzwischen hat sich die experimentelle Forschung in den Wirtschaftswissenschaften fest etabliert. Die Verleihung des Nobelpreises an experimentelle Wirtschaftsforscher in den Jahren 2002 und 2009 zeigt diese Entwicklung sehr deutlich.

Im elfe sind neben klassischen Computerexperimenten innerhalb des Labors auch Experimente mit Kommunikation (sowohl Audio- als auch Videokonferenzen) sowie Experimente via Internet möglich.

Zu Beginn werden die Teilnehmer zunächst mit den Regeln des jeweiligen Experiments vertraut gemacht und treffen anschließend ihre Entscheidungen, zumeist am Computer. Dabei werden die Teilnehmer im elfe niemals belogen. Dies ist in der experimentellen Wirtschaftsforschung grundsätzlich verboten.

Jeder Interessierte kann sich für die Teilnahme an Experimenten registrieren. Die Experimente werden in der Regel an Bildschirmarbeitsplätzen durchgeführt. Das heißt, sie sollten in der Lage sein, selbständig an einem regulären Bildschirmarbeitsplatz zu arbeiten.

Nein. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Das elfe befindet sich im Gebäudekomplex Schützenbahn der Universität Duisburg-Essen (Campus Essen, in der Nähe der Cafeteria CaSchü). Es ist zehn Minuten zu Fuß vom Hauptcampus und nur wenige Meter von den Haltestellen „Rheinischer Platz“ und „Viehofer Platz“ entfernt. Der Eingang zum Labor liegt an der Waldthausenstraße.

Anbei finden Sie die Anfahrtsbeschreibung via PKW bzw. ÖPNV. Falls Sie per Flugzeug (etwa über den Flughafen Düsseldorf) anreisen, können Sie sich bei der Deutschen Bahn bzw. dem VRR über die Verbindung zum Essener Hauptbahnhof informieren. Beachten Sie, dass dort zur Zeit Umbauarbeiten zu Verzögerungen führen können.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Vom Hauptbahnhof Essen benutzen Sie die Stadtbahn 107 (Richtung "Gelsenkirchen Hbf") oder die 108 (Richtung "Altenessen Bf"). Die Stadtbahnen verkehren tagsüber im 10 Minuten-Takt. Die Fahrt dauert ca. 4 Minuten. An der Haltestelle "Viehofer Platz" steigen Sie aus und fahren am Ausgang "Stoppenberger Strasse" mit der Rolltreppe nach oben. Wenden sie sich nun links herum und überqueren Sie die "Schützenbahn", die nun zu Ihrer Linken liegt. Nach dem Überqueren der Strasse gehen Sie direkt auf den Haupteingang des Gebäudes "Schützenbahn" (Altbau) zu. Durchqueren Sie dieses Gebäude. Sie befinden sich nun auf der "Waldthausenstraße" und wenden sich bitte nach rechts. Nach 30 Metern liegt linkerhand das Essener Labor für Experimentelle Wirtschaftsforschung im Gebäude SL, Raum 011.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Haltestelle Rheinischer Platz: Straßenbahnlinien 101, 103, 105, 106 und 109; Buslinien 147 und 145

Haltestelle Viehofer Platz: Straßenbahnlinien 107 und 108; Buslinien 145, 147, 154, 155 und 196

Anreise mit dem PKW

Adresse:

Schützenbahn, Gebäude L, Raum 011
Zugang zum Gebäude über Waldhausenstraße
D-45127 Essen

Parkmöglichkeiten:

Direkt vor dem "Dienstgebäude Schützenbahn" auf der Seite zur Gerlingstr. befindet sich ein kleiner Parkplatz, der mit einer Schranke gesichert ist. Jedoch ist das Parken nur vor und nicht aufdiesem Parkplatz mölich. Alternativ besteht die Möglichkeit, in der Nähe des Dienstgebäudes am Straßenrand zu parken (Gerlingstr. oder Waldthausenstr.) oder auf dem Parkplatz unter dem Café Schützenbahn. Schauen Sie sich hierzu bitte unseren Lageplan zum Campus Schützenbahn an.

Es gibt keine allgemeinen Regeln für die Experimenttermine. Die Experimentatoren sind jedoch in der Regel bemüht, die Termine entsprechend der Zielgruppe zu wählen. Die genauen Termine werden Ihnen dann mit der Einladungs-E-Mail mitgeteilt, so dass Sie sich darauf einstellen können, bevor Sie Ihre Teilnahme für das Experiment zusagen.

Die Dauer Ihres Experiments entnehmen Sie bitte Ihrer Einladungs-E-Mail.

Grundsätzlich gibt es für jedes Experiment eine Vergütung. Die Höhe der Vergütung hängt aber von Ihren Entscheidungen und den Entscheidungen der anderen Teilnehmer ab. Über den genauen Erwartungswert und die Unter- und Obergrenze geben wir aus wissenschaftlichen Gründen jedoch keine Auskünfte. Sie unterscheiden sich von Experiment zu Experiment, aber orientieren sich meist am durchschnittlichen Verdienst der Versuchspersonen.

Die Auszahlungen in den meisten Experimenten werden von Ihren Entscheidungen und denen der anderen Teilnehmer bestimmt.

Es wird erwartet, dass sie vor der angegebenen Zeit am Labor eintreffen, damit das Experiment rechtzeitig beginnen kann. Da die Experimente in ihrer Durchführung sehr teuer sind, können wir nicht auf zu spät kommende Teilnehmer warten. Zu spät kommende Teilnehmer gefährden die Durchführung der Experimente. Berücksichtigen Sie, dass die Experimente immer für eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern konzipiert werden. Fehlt auch nur ein Teilnehmer, können die Experimente häufig nicht durchgeführt werden.

Nein. Dies ist in der experimentellen Wirtschaftsforschung grundsätzlich verboten. 

Grundsätzlich werden in Experimenten im elfe keine Medikamente verabreicht. Es ist derzeit auch nicht geplant, von diesem Grundsatz abzuweichen. Sollte es in Zukunft dennoch zu solchen Experimenten kommen, so wird dies definitiv in der Einladung zum Experiment angekündigt, so dass potenzielle Teilnehmer vor ihrer Entscheidung über die Teilnahme hierüber informiert sind.

Nach eingehender Analyse der Rohdaten werden die Ergebnisse zunächst in Arbeitspapieren, so genannten 'Discussion papers', einem interessierten Publikum vorgestellt. Diese Arbeiten werden dann bei wirtschaftswissenschaftlichen Zeitschriften zur Veröffentlichung eingereicht, wie z.B beim American Economic Review oder bei Experimental Economics. Mit einer  Veröffentlichung in einem referierten Journal wird schließlich die Arbeit einem breiten wissenschaftlichen Publikum bekannt gemacht.

Die bisherigen Projekte am elfe beschäftigen sich beispielsweise mit den Determinanten solidarischen Verhaltens oder der Analyse verschiedener Markt- und Auktionsdesigns. Aktuell analysieren Forscher in Essen unter anderem das Entscheidungsverhalten im dynamischen Kontext, Prozesse der Wissensweitergabe sowie Fragestellungen aus dem Bereich der experimentellen Gesundheitsökonomik.

Im Web: elfe.uni-due.de

Per E-Mail: elfe@uni-due.de

Interessenten können sich unverbindlich unter elfe.uni-due.de in die Teilnehmerdatenbank des elfe eintragen. Einladungen zu konkreten Experimenten werden nur über diese Datenbank versendet und richten sich an die nach der wissenschaftlichen Fragestellung ausgewählte Zielgruppe des jeweiligen Experiments.

Sie können die Regeln vor der ersten Teilnahme an einem Laborexperiment unterschreiben und beim jeweiligen Experimentleiter direkt abgeben. Ein entsprechendes Formular wird Ihnen vor Ort zur Verfügung gestellt.

Bitte bedenken Sie, dass Sie für Internet-Experimente ggf. gesonderte Regeln unterschreiben müssen.

Nach einem Experiment brauchen wir Zeit, um die Teilnahmedaten in die Datenbank einzutragen. Solange der Experimentator diese Daten noch nicht eingetragen hat, erscheinen die drei Fragezeichen als Teilnahmestatus hinter dem Experiment. Wurden die Daten dann eingetragen, ändert sich dieser zu "ja" oder "nein".

Fast alle Experimente werden an verschiedenen Terminen durchgeführt. In der Regel kann man sich nur für einen Termin pro Experiment anmelden. Die anderen Termine verschwinden dann aus der Liste.  
Im Allgemeinen gilt also: Pro Einladungs-E-Mail ist eine Anmeldung möglich.

Eine Abmeldung von einem Experiment ist grundsätzlich nicht möglich.  
Sie müssen prüfen, ob Sie für ein Experiment verfügbar sind, BEVOR Sie sich für einen Termin registrieren. 
 
Wenn Sie krank werden oder wegen außergewöhnlichen Umständen nicht kommen können, antworten Sie bitte SO FRÜH WIE MÖGLICH auf Ihre Einladungs-E-Mail und legen Sie Ihre Gründe dar. Wir werden Sie dann abmelden.  

Berücksichtigen Sie, dass die Experimente immer für eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern konzipiert werden. Fehlt auch nur ein Teilnehmer, können die Experimente häufig nicht durchgeführt werden.

Nein. Häufig werden Teilnehmer anhand ihrer Angaben in unserem System ausgewählt (z.B. Studienfach) oder anhand der Experimente, an denen sie bereits teilgenommen haben. Falls Sie nicht zu einem Experiment erscheinen können, müssen Sie mindestens 24 Stunden vor Beginn des Experiments absagen.

Wenn wir Sie für ein Experiment einladen, können Sie an dem Experiment nur teilnehmen, wenn Sie ausdrücklich zusagen. Eine Zusage von Ihnen erfolgt durch Anklicken des Links in der Einladungs-E-Mail und die Auswahl eines freien Termins. Nach der Zusage erhalten Sie noch einmal eine Bestätigungs-E-Mail mit den Daten des Termins.  
 
Nachdem Sie für einen Termin zugesagt haben, müssen Sie auf jeden Fall kommen. Zum Thema "Abmeldung" lesen Sie bitte die dementsprechende Frage in den FAQ. 

Berücksichtigen Sie, dass die Experimente immer für eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern konzipiert werden. Fehlt auch nur ein Teilnehmer, können die Experimente häufig nicht durchgeführt werden.

In diesem Fall möchten wir Sie bitten, den Link zu nutzen, den wir all unseren E-Mails anhängen. Dieser führt Sie bequem zu Ihrem Profil. Dort können Sie die gewünschten Änderungen vornehmen. Falls Sie keinen Zugriff mehr auf diesen Link haben, wenden Sie sich bitte an unsere Administratoren.

Nein. Jede Person in unserer Datenbank muss eine eigene eindeutige E-Mail-Adresse angeben.

Bitte vermeiden Sie falsche Informationen bei der Anmeldung. Diese Informationen sind für die wissenschaftliche Auswertung der Experimente entscheidend. Weiterhin werden Sie nicht mehr zu Experimenten eingeladen, wenn Sie falsche Angaben machen. Wenn Sie bestimmte Dinge nicht angeben wollen, lassen Sie die entsprechenden Felder frei. Jedoch erhöht sich durch die Angabe zusätzlicher Information die Chance, für ein Experiment eingeladen zu werden.

Die Registrierung erfolgt direkt hier auf der Seite unter dem Menüpunkt "Anmeldung zu Experimenten". Nach erfolgreicher Registrierung wird man in einen Email Verteiler aufgenommen.

Zu den jeweiligen Experimenten wird man per Email eingeladen. Wenn Sie sich zur Teilnahme entschlossen haben, benutzen Sie den in der Email angegebenen Link und melden Sie sich verbindlich zu einem der Termine an.